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Sie brauchen deutsch-polnische Musterverträge?

4. May 2010 by vogl | Comments Off | Filed in Uncategorized

Grenzüberschreitende Vertragsgestaltung, Unternehmensgründungen, Durchsetzung von Ansprüchen in Polen, urheberrechtliche Fragen oder auch nur ein Mietvertrag oder Arbeitsvertrag für polnische Mitarbeiter/innen oder Ihre Firma in Polen  – das sind nur einige der Musterschreiben, die Sie für Ihre Aktivitäten im binneneuropäischen Markt mit Fokus Osteuropa und konkret Polen in diesem neuen Portal finden.

www.musterverträge-deutsch-polnisch.de bildet eine Sammlung von deutsch-polnischen Musterverträgen.
Zielgruppen des Websites sind Unternehmen und Consultingfirmen, aber auch Privatpersonen.

Es bietet ein kostenlose Sammlung von Musterverträgen als Nachschlagewerk. Feedback ist gewünscht,  insbesondere auch in Form von neuen Musterdokumenten.

Welcome to Lobotomywood.

29. January 2009 by vogl | Comments Off | Filed in 2008

Solch einen verblödeten Film sieht man selten. David Fincher is a sell-out, and there is nothing else to say. Eigentlich.

Den schritt-feuchten Bewunderinnen von Hamsterbacke Blöd Pitt sei gesagt: die einzig sinnvolle Verwendung für diesen Blödling, dem die Lobotomie ins Gesicht geschrieben steht, fanden die beiden Coens in “Burn after Reading”: den Trottel vom Dienst. *Den* hat er überzeugend gegeben, alles was mit “Spielen, nicht Sein” zu tun hat, scheint an Mr. Happy Hamster Hop vorbei zu hoppeln.

Haben Sie die bescheuerte “”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"”"Seeschlacht”"”"”"”"”"”"”"”"”" in 3hoch3fachen Anführungszeichen gesehen, oder waren Sie grad auf’m Überlängen-Klo, Herr Stüdemann? Nicht wahr, auch ich wollte dabei kotzen.

Niemals vergesse auch ich die blauen Augen der frühpubertären “Cate Blanchett”: an ihnen konnten wir ablesen – nicht früh (ach wenn’s nur früh gewesen wär!), aber doch früh genug, um beschließen zu können, den Abend noch anders zu verbringen -, wie vollständig Paramount, Warner, TheKennedy, die Marshall Company – zum Kotzen auch diese Reihe von stillen und exekutiven Teilhaber/innen – und nicht zuletzt David Fincher ihr Machwerk auf Stromlinie trimmen wollten.

In memoriam “Hello, I love you” von “The Doors” alias “Wir wollten einen Top-10-Hit landen” “in this city of the one-night-stands” (frei nach Alan “mein Gott, mach endlich wieder einen Film!” Rudolphs “Welcome to L.A.”).

Alfred Hitchcock: The 39 Steps (1935)

27. October 2008 by vogl | Comments Off | Filed in 1935, Großbritannien, Krimi

Alfred Hitchcock äußerte angeblich einmal, eine FIlmszene sei eigentlich als eigenständiger Kurzfilm zu konzipieren, und ein (Spiel-)Film sei somit eine Folge von Kurzfilmen.

GB 1935, 86 Minuten
R: Alfred Hitchcock
B: Charles Bennett, nach einem Roman von John Buchan
M: Hubert Bath, Jack Beaver
K: Bernard Knowles
S: Derek N. Twist
P: Albert Jullion, Oscar Friedrich Werndorff
D: Robert Donat, Madeleine Carroll, Lucie Mannheim, Godfrey Tearle, Peggy Ashcroft, John Laurie, Helen Haye, Wylie Watson

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François Truffaut: Le Dernier Métro (1980)

25. October 2008 by vogl | 1 Comment | Filed in 1980, Frankreich, Nouvelle Vague

Vier von fünf französischen Filmen verursachen mir Brechreiz, und von den restlichen 20 Prozent sind vier von fünf weitläufig, also personell oder stilistisch oder zeitlich, der “Nouvelle Vague” zuzuordnen.
Ich könnte auch sagen “von den restlichen 20 Prozent stammen 70 Prozent von Godard, Rivette oder Eustache”. Die “Nouvelle Vague” wird überbewertet – filmisch, nicht filmhistorisch wohlgemerkt. Und was immer Guy Debord, wie immer biestig und anspruchsvoll, gegen Godard persönlich gehabt haben mag: Godard macht nach wie vor Filme, die man nicht mit Starkutschen verwechseln kann, selbst wenn “stars” mitspielen. Anders als Truffaut.

Truffaut, der nach 1970 nur mehr aufgedunsenes Gewäsch produziert hat, als wollte er auf Biegen und Brechen Film für Film Rivettes Verdikt erfüllen, die Nouvelle-Vaguisten würden sich noch wundern, wie stromlinienförmig ihre Filme im Rückblick wirken würden.

Mit all diesen Vorurteilen bräuchte ich mich also eigentlich nicht zum vierten (fünften?) Mal vor die “Letzte Métro” setzen, das Ergebnis meiner Kritik steht immer schon fest, und ich bin auch diesmal zu faul, Begründungen für das Evidente zu fabulieren:

  • kitschiger Theatergestus, der auch im Theater-Film dann unangebracht ist, wenn die Theaterbühne verlassen wird
  • strunzblöde, weltfremde Personenzeichnung
  • viel zu saubere Menschen
  • viel zu glänzende Kostüme
  • viel zu gelackte Requisiten (“stell dir vor, es ist Krieg und alles ist neu! wie schön!”)
  • Fehlbesetzungen: Catherine Deneuve (die ewig überschätzte), Gérard Depardieu (der immer schon peinliche), Jean Poiret (der andere Claude Brasseur)
  • Geschichtsklitterung, um Himmels willen auch noch beim Nazismus (jaja, ich bin der hundert Jahre einsam sich schuldkomplexbeladen geißelnde Deutsche, aber um mit John Cage aus Ally McBeal zu sprechen: “Und jetzt alle gemeinsam: Ich bitte Sie!”)

Wie die Franzosen es hinbringen, selbst im pathetischen Theater-Sprechen noch fahrig zu wirken, wäre einige filmwissenschaftliche Dissertationen wert – wenn sie es denn beabsichtigen würden… Dass sie es nicht beabsichtigen, wird immer dann klar, wenn einer oder eine von ihnen in einer Szene nichts zu sagen hat: so krampfhaft wird selbst in Kölner Fernsehserien nicht mehr “ich beteilige mich mimisch am Geschehen” geübt. (Auch hier besonders läppisch: Depardieu, der andere Thomas Gottschalk.)

Schade, dass ich Punkte-Bewertungen ablehne: ich würde dem “Dernier Métro” seine anderthalb von zehn Punkten genussvoll geben.
Von denen wäre übrigens jeweils einer für Heinz Bennent, der “gegen den Trend” angemessen theatralisiert und irgendwie andeutet, dass so ein Filmstil vielleicht auch funktionieren könnte und nur kontingenterweise bislang noch nie funktioniert hat, und für die Beleuchtung, abzüglich eines halben Punktes für die “Postmoderne komm raus, du bist umzingelt”-Stück-im-Stück-im-Film-Schlusswendung.

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